Je weniger auf dem Boden herumsteht, desto weniger muß man hin und her räumen, wenn man sauber macht. Logisch, oder?
Ich glaube, das erste Mal habe ich diese Erkenntnis im Buch "Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags" von Karen Kingston (zu finden im Amazon-Fenster rechts) gelesen:Min Tang. Ein Platz an dem nichts steht (schaut auch mal hier), nichts stehen darf. Nichts. Punkt. Ruhe. Leere. Gelassenheit. Kein Chaos. Keine Aufgabe, die den Kopf noch zusätzlich füllt.
Als ich noch einer Bürotätigkeit nachging, war mein Schreibtisch am Ende des Tages immer mein Min Tang. Vielleicht haben andere Kollegen gedacht: Die hat wohl nichts mehr zu tun.... Aber genau das Gegenteil war der Fall. Allerdings hatte ich all meine benötigten Dinge und das ganze Papierwerk so um meine Schreibfläche herum organisiert, daß nichts davon meine Gedanken von der eigentlich anstehenden Aufgabe ablenken konnte. Hängeablage und Rolli und ja.... sehr aufgeräumte Schubladen des Rollis machten das möglich. Ich hob nicht die Firmenzeitschriften des vergangenen Jahrzehntes auf und es gab auch keine Kugelschreiber, die nicht schrieben und die Stiftablage blockierten. Vorratshaltung an Büromaterial hatte ich auch keine große, die Ausgabestelle war 2 Gehminuten entfernt. Warum sollte ich damit meine Ablagen vollstopfen? Es war wunderbar übersichtlich.
Zuhause gestaltet sich die Sachlage ja etwas anders.... da bringen ein paar mehr Personen ihre Ideen, Materialien, schmutzigen Schuhe, herumfliegende Unterwäsche (äh... im Kinderzimmer... an den unmöglichsten Stellen schon die unmöglichsten Dinge gefunden. Ihr etwa auch?), Zeitschriften, Spielzeug, Flohmarktfunde und und und mit in die vier Wände. Und zuerst betreten wir den Flur mit unseren neuen Habseligkeiten. Bleibt das bei euch manchmal auch die Ablagestelle?
Hier nicht mehr so oft. Da bin ich wahnsinnig streng... jawoll. Für mich ist der Flur das "Bewerbungsfoto" sozusagen für die Wohnung. Dat muß ordentlich sein! Denn wenn ich schon beim Betreten der Wohnung nicht "treten" kann, sinkt bei mir schon der Mut, irgendwelche anderen Aufgaben anzugehen. Daher achte ich sehr darauf, daß die meiste Fläche FREI bleibt. Nichts herumsteht. Vor allen Dingen auf dem Fußboden. Schuhe gehören in den Schuhschrank, Jacken an die Garderobenleiste, Mützen ins Mützenfach, Schulranzen und auch Spielzeug in das jeweilige Kinderzimmer, Einkäufe ins Vorratsregal! Regenschirme werden bei uns angehängt.
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| Wer meinen anderen Blog kennt,kann sich vorstellen, daß ich nur zu gern den Fußboden weiß streichen würde.... |
Schaut doch heute mal mit offenen Augen euren Flur an. Vielleicht mit KZW auf 10 min gestellt. Vielleicht auch nicht. Nehmt euch einfach Zeit und macht euch Gedanken, wie ihr euren Flur gerne hättet. Und was dafür getan werden müßte. Und räumt ein paar Dinge vom Fußboden weg. Beim nächsten Wischen werdet ihr euch selber dankbar sein!
Wir sehen uns morgen!
Eure Ordnungshüterin