Oh, je! Ich und Technik! Da habe ich die Beiträge doch vorbereitet und nicht richtig eingestellt! Tut mir wirklich leid, meine lieben Leser und Leserinnen! Ich werde mich bessern!
Das heutige Türchen öffnet sich mit vielen Worten und alten Bildern. Warum? Ich glaube, ich sollte euch mal ein bißchen über meine Person erzählen. Über die Person, die euch mehr oder minder nun seit 11 Monaten begleitet. Der heutige erste Teil wird bildtechnisch ein kleines Plädoyer für die Einfachheit aus früheren Tagen.
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| Zuhören konnte ich schon als Baby gut! |
und eine Chaotin bin. Ich habe ständig neue Ideen im Kopf. Kennt das jemand? Ist das ADS bei Erwachsenen? Egal, wie die Wissenschaft das nennt: Ich möchte nicht darauf verzichten: Es ist mein Leben! Fangen wir mal im Urschleim an!
Ich könnte nicht ohne meine ständigen Veränderungen sein. Das fing schon als Kind an: "das Mädchen mit den 1000 Plänen" nannte mich meine Oma immer.
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| Und das bin ich mit meiner Omi! Heute ist sie mittlerweile 85. Danke für alles, was Du mir mit auf den Weg gegeben hast! |
Ein kleiner Motor, der sich ständig bewegt. Ich liebte es, ganz viele Sachen auf einmal zu machen. Als Kind ist das alles noch gut machbar. Da kann man seine 7 Sachen einfach mal auf den Fußboden schmeißen und Ordnung machen. Ja, auch das habe ich geliebt.... Ich hatte kein eigenes Zimmer, dafür war einfach kein Platz im kleinen Haus.
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| Meine Sandkiste war eine Kiste aus Holz. |
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| Schnürsenkel. Stundenlang.... |
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| Mit Schuhkartons konnte ich mich stundenlang beschäftigen. |
Aber ich hatte meine Schrankfächer, in denen meine Schulsachen aufbewahrt wurden und Ordnung machte ich am liebsten, indem ich den Schrankinhalt vollständig herauszog und alles auf einen Berg schmiß, um es dann wieder nach Themenbereichen zu ordnen. Dann wurden alle Stifte gespitzt, alle Fasermaler ausprobiert, beschriebene Zettel durchgeguckt und weggeschmissen und am Ende habe ich mich immer gefreut wie ein Schneekönig. Also, im Grunde das Prinzip, welches ich euch seit fast einem Jahr weitergegeben habe. Die Schulzeit war zu damaligen Zeiten in der DDR sehr vorgegeben. Es gab einen Plan. Man mag davon halten, was man will und wahrscheinlich war es in meiner mecklenburgischen Kleinstadt ein wenig ruhiger als in den größeren Städten, aber mir gab das alles einen Rahmen, eine Struktur. Mangelwirtschaft hin oder her.... man besaß halt weniger, weil man nicht mehr bekam. Hat alles Vor- und Nachteile.... ich weiß. Und diese Sätze sollen auch keine Verherrlichung alter DDR-Zeiten sein. Aber rein von den Gegebenheiten her, war es einfacher, da weniger vorhanden war. Vielleicht kommt daher auch meine immerwährende Predigt: Sortiert aus! Je weniger Materielles man besitzt, umso weniger muß man sich kümmern und destomehr Zeit bleibt für wichtigere Sachen. Schule hat mir immer Spaß gemacht, Lernen irgendwann auch. Oma war für mich da, hat gekocht und mit mir Mathe gemacht (bäh...doofes Fach!). Meine Anziehsachen wurden von ihr entweder selbst genäht oder ich durfte mich über die "Westpaket-Inhalte" freuen.
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| Meine Mama und ich. Könnt ihr im linken Teil des Bildes die Nähmaschine erkennen? |
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Alles wurde lange Zeit gepflegt und gehegt. Meine erste Markenjeans, eine Wran*gler, habe ich solange getragen, bis sie wirklich auseinanderfiel und selbst dann hat Oma mir daraus noch eine Umhängetasche genäht, welche noch Jahre im Einsatz war. Recycling! Oma sagte immer, man "müßte aus Kacke Bonbon machen können". (Entschuldigt den Ausdruck, Omas Sprüche waren nicht immer die feinsten.... aber wahr!)
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Gebadet wurde im Waschkessel in der alten Waschküche. Nicht schön, nicht perfekt, aber genial!
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Dann kam die große Wende. Die Welt stand auf einmal offen und ich war gerade 17 Jahre alt. Meine Strukturen brachen von jetzt auf eben zusammen (nein, kein Bedauern und ich will auch keine Mauer zurück! Um Gottes Willen!). Sämtliches Materielles war vorhanden. Im Überfluß. Ich begab mich in mein erstes Studium und war vollkommen überfordert. Nicht mit dem Stoff, sondern mit meiner Selbstorganisation. Alles war auf einmal sooooo groß und meine Füße, auf denen ich selbst stehen sollte, schienen von Tag zu Tag zu schrumpfen. Da kam mein erster depressiver Einbruch, damals noch nicht als solcher erkannt (wir schreiben das Jahr 1991). Viel Ruhe und der langsam aufkeimende Entschluß, das Studium (Anglistik/ Germanistik auf Lehramt) abzubrechen und in eine neue Stadt umzuziehen brachten wieder Ordnung in mein Leben. Ein halbes Jahr späer packte ich all meine Sachen in den den himmelblauen Trabbi und fuhr nach Rostock. Ein neuer Abschnitt begann.
Und da ich gerade merke, daß die Geschichte etwas länger wird (oh Gott, bin ich wirklich schon so alt?) beende ich an dieser Stelle den heutigen Beitrag und würde mich freuen, wenn ihr am nächsten Sonntag wieder vorbeischaut!
Eure Ordnungshüterin